DER STEIDLE HOF

Wir sind stolz auf unsere Arbeit!

Anita und Thorsten Steidle

Anita und Thorsten Steidle, Inhaber

Die Geschichte des Hofes geht bis in das 19. Jahrhundert zurück. Hofeigene Schweine wurden vermarktet und auf den Feldern Kartoffeln und Getreide angebaut. Land wurde gekauft, Ställe für Schweine, Pferde und Rinder gebaut. Irgendwann wurden ein Metzgerei-Verkaufsladen und eine Gastwirtschaft „Deutsches Haus“ eröffnet, in der die selbst erzeugten Produkte „an den Mann und die Frau gebracht wurden“.

VERKAUF

Der Steidle Hof
Schabringer Straße 16
89426 Wittislingen/Zöschlingsweiler

Öffnungszeiten
Do & Fr: 09:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
Sa 09:00 – 12:00 Uhr

Telefon
09076 326

E-Mail
[email protected]

weitere Verkaufsstellen
· Hofmetzgerei Holl, Bergheim (Eier und Kartoffeln)
· Metzgerei Reichensperger, Mörslingen (Kartoffeln)
· Deisenhofer Hofladen, Deisenhofen (Kartoffeln)
· Fultenbacher Hofladen, Fultenbach (Kartoffeln)
· Backhäusle Gundelfingen (Eier)
· Gärtnerei Seifried (Eier)
· SKL Agrar, Sontheim (nahezu komplettes Sortiment)

Unsere Geschichte

Gute Lebensmittel kann man auf dem Steidle Hof also bereits seit über 60 Jahren einkaufen: 1955 baute Thorstens Opa, Josef Steidle, auf dem Hof in Zöschlingsweiler einen Metzgerei-Verkaufsladen und vermarktet ab diesem Zeitpunkt Fleisch und Wurst von den eigenen Schweinen direkt. Mit den Jahren hat sich der Metzgerladen verändert. Im Laufe der Zeit gab man die Rinderhaltung zugunsten der Schweinehaltung auf und konzentrierte sich auf den Anbau von Kartoffeln. Thorsten, der heutige Betreiber des Steidle Hofs, wird 1978 geboren. Im Jahr 1999 begann Thorsten sein landwirtschaftliches Studium mit dem Ziel, den elterlichen Betrieb fortzuführen. Im Jahr 2000 baute er den ehemaligen Metzgerladen zu einem kleinen Bauernladen um und verkaufte die eigenen Kartoffeln als Hauptprodukt. Seit 2014 leitet Thorsten zusammen mit seiner Frau Anita den Steidle Hof nun in der 5. Generation. Ein unglaublich sympathisches Bauern-Ehepaar, das seither das Ziel verfolgt, die Landwirtschaft so zu strukturieren, dass möglichst wenig von dem, was sie erzeugen, an den Handel oder die Industrie abgegeben werden muss. 2015 endete die Ära der Mastschweinehaltung auf dem Steidle Hof – stattdessen zogen 250 Legehühner und 10 Hähnchen in einen umgebauten Schweinestall ein. Hofeigene Eier und Geflügelfleisch ergänzen nun das Angebot. Auch den Ackerbau haben die beiden umgestaltet: Neben Kartoffeln, Zuckerrüben, Weizen und Mais bauen sie auch Sojabohnen, Raps sowie Gerste an und erzeugen somit jede Komponente ihres Tierfutters selbst. Die Speisekartoffel bleibt dennoch das wichtigste Produkt. Ende 2016 wurde das Gasthaus „Deutsches Haus“ geschlossen, um die Gastronomie auf dem Steidle Hof in anderer Form wieder aufleben zu lassen. Heute leben drei Generationen auf dem Steidle Hof: Thorsten und Anita, mit den beiden Kindern Linda und Klara. Die Senioren Anton und Helene Steidle helfen ebenfalls noch tatkräftig mit.

Der Hofladen

Im neu gebauten Hofladen dürfen die Kunden auf 90 m² flanieren und bei tollem Ambiente aus einem großartigen Sortiment selbst erzeugter, sowie regionaler Spezialitäten auswählen. Mit viel Liebe und Kreativität ist ein sehr besonderer Laden entstanden! Das Sortiment gestalten die beiden nach sehr klaren Ideen: möglichst selbst erzeugt – regional – unseren Werten entsprechend! Ein Einkaufserlebnis, wie man es sich wünscht. Neben den eigenen Produkten werden auch Lebensmittel von heimischen Erzeugern, sowie ausgesuchten Lieferanten angeboten. Alle Lieferanten kennt man persönlich. Nur, wenn sie bei der Herstellung ganz klar definierte Kriterien erfüllen, finden ihre Produkte einen Platz im Laden. Auch Rohstoffe und Lebensmittel, die in der Steidle Hof-Küche verarbeitet werden, sind so ausgewählt. „Wissen, wo’s herkommt!“ ist Familie Steidle stets wichtig und wurde zum Leitsatz ihres Handelns. Im alten Viehstall, den Thorstens Opa Josef 1948 gebaut hat, entstand ein wunderschöner Gastraum. Hier gibt es köstliche Gaumenfreuden für Groß und Klein! Mit dem neuen Auftritt wollen die beiden nicht nur widerspiegeln, was Landwirtschaft und Regionalität für sie bedeuten, sondern den Kunden auch die Leidenschaft für den Beruf „Landwirt“ und gute Produkte vermitteln.

Traditionell, nachhaltig, innovativ

Als kleiner Familienbetrieb werden bäuerliche Traditionen weitergetragen. Orientierung finden sie an den Grundsätzen der ursprünglichen Landwirtschaft. „Die Natur und gesunde Böden sind unser wichtigstes Gut – wie früher bewirtschaften wir deshalb unsere Felder nachhaltig, durch eine Abwechslung in der Fruchtfolge.“ Auch bei der Tierhaltung ist sich Familie Steidle ihrer Verantwortung bewusst – intensive Nutztierhaltung war nie ihr Ziel. „Unsere Tiere leben so, wie es ihnen gut tut: mit viel Platz im Stall und im Freiland, Bewegung und Beschäftigung sowie bestem Futter ausschließlich von unseren Feldern“, so Thorsten Steidle. „Wir arbeiten der Umwelt zuträglich und ressourcenschonend. Der Strom für unseren Hof, die Ställe, den Hofladen sowie die Gastronomie wird von der Sonne erzeugt. Aus unserer bestehenden Landwirtschaft haben wir mit einem bodenständigen Konzept ein innovatives Unternehmen für die Region geschaffen: mit neuen Perspektiven, veränderten Blickwinkeln und einer ordentlichen Portion Stolz auf unsere Arbeit! Wir sind der Überzeugung, dass der respektvolle Umgang miteinander, mit der Natur, den Ressourcen, sowie unseren Tieren grundlegend ist für das Gelingen unserer Pläne. Nur so ist es möglich, gute und ehrliche Produkte herstellen zu können und wertvolle und beständige Kooperationen und Partnerschaften zu gestalten. Nur so ist es möglich, zufriedene und treue Kunden zu gewinnen. Transparent zu handeln – das ist für uns eine Selbstverständlichkeit!“

Ackerbau

Der Steidle Hof bewirtschaftet Ackerland und Wiesen rund um die Hofstelle in Zöschlingsweiler. Seit 2014 konzentriert die Familie sich darauf, möglichst viel von dem, was auf den eigenen Feldern wächst, direkt zu vermarkten oder wieder auf dem Hof einzusetzen. Hierauf richtet Familie Steidle ihre Fruchtfolge aus. Zu den traditionellen Kulturen Kartoffeln, Weizen, Zuckerrüben und Mais kamen deshalb in den letzten Jahren neue hinzu: Sojabohnen, Raps und Gerste. Die Äcker werden dabei nachhaltig, mit Vernunft und Leidenschaft bearbeitet. „Die Vielfalt an Kulturen bedeutet Zusammenarbeit mit der Natur: durch den jährlichen Wechsel der Kulturpflanzen können wir Schädlinge und Erkrankungen in den Kulturen verhindern und so den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum reduzieren“, so Thorsten Steidle.

Übrigens: Der Anbau der Leguminose Sojabohne – sie macht Stickstoff aus der Luft für Kulturpflanzen verfügbar und trägt zur Fruchtbarkeit des Bodens bei – ermöglicht es, auf einen großen Teil mineralischen Dünger zu verzichten. Auch das Anlegen von bienen- und insektenfreundlichen Blühstreifen und Zwischenfrüchten ist auf dem Steidlehof schon seit Jahren eine Selbstverständlichkeit! So wird ein zusätzliches Blühangebot für Wildbienen und andere Insekten geschaffen.

Unsere Hühner

Auf dem Steidle Hof leben inzwischen 600 Hühner, bewusst und wohl überlegt in „Bodenhaltung“. Die Hühner verfügen jedoch über einen Wintergarten, in welchem sie sonnenbaden und die frische Luft genießen können. Wenn die Hühner aus Niederbayern auf den Steidle Hof ziehen, sind sie ca. 19 Wochen alt und beginnen gerade Eier zu legen. Dann dauert es noch circa sechs Wochen, bis die Damen ihre volle Legeleistung und ihre Eier die Gewichtsklassen „M“ und „L“ erreichen. Die Hühner erhalten eine Futtermischung aus Komponenten, die allesamt auf den eigenen Feldern wachsen: Weizen, Soja, Mais, Gerste und Gras. Zugesetzt wird lediglich ein Mineralstoffmix, den die Hühner für ihre (Knochen-)Gesundheit benötigen. Regelmäßig kommt eine mobile Futtermühle auf den Hof. Sie mischt, quetscht und schrotet die Rohstoffe und befüllt dann das Futtersilo. Die Fütterung der Tiere erfolgt regelmäßig und automatisch. Zusätzlich zu diesem Basis-Futter bekommen die Damen auch frisches Gras, Gemüse, Kartoffeln, Heu und Stroh oder auch hin und wieder ein hochwertiges Öl aus den eigenen Sojabohnen. Die Hühner bleiben ca. 15 Monate auf dem Hof. Danach werden sie geschlachtet und ihr könnt direkt auf dem Hof Suppenhühner beziehen.

Fun-Fact: Was machen Hühner den ganzen Tag, außer Eier legen?

Hühner wollen beschäftigt werden, sonst kommen sie auf dumme Ideen. Somit muss der Landwirt hier tagtäglich kreativ sein. So werden Schaukeln gebaut, Scharr- und Badeerlebnisse geschaffen, Fitness-Stationen integriert. Wichtig ist, dass Hühner die Möglichkeit zu „baden“ haben. Zur Gefiederpflege baden und wälzen sich Hühner am liebsten in Sand und trockener Erde. Anita und Thorsten stellen ihnen dafür Ur-Gesteinsmehl zur Verfügung – das hält nämlich zusätzlich noch lästiges Ungeziefer fern. Nachteil: der Staub setzt sich auch auf den Eiern ab. Wenn ihr also hin und wieder mal ein staubiges Ei entdeckt – das Huhn hat dann besonders viel gebadet!

Warum gibt es nur braune Eier vom Steidle Hof?

Braunleger sind in ihrem Verhalten entspannter. Da Thorsten sowieso schon drei anstrengende menschliche Hühner „aushalten“ muss (Anita und die beiden Töchter) hat er sich für die ruhigen Braunleger entschieden. Spaß bei Seite: das war eine rein emotionale Entscheidung der Familie, denn Anita gefallen die braunen Hühner und die braunen Eier einfach besser als die weißen.

BLICK IN DIE ZUKUNFT

Vielen Ideen für die Weiterentwicklung des Steidle Hofs werden die Familie mit Sicherheit die nächsten Jahre beschäftigen – frei nach Ihrem Motto „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“. Ein Biergarten auf dem Hof oder ein Raum im ehemaligen Heuboden, der für Seminare aller Art genutzt werden kann, Thorsten Steidle würde gerne zurück in die Schweinehaltung mit Freiland-Schweinen und träumt von einem eigens kreierten Bauernbrot. Anita möchte eine tolle Gastronomie für die Gegend auf die Beine stellen. Auch die Idee, Mehl aus eigenem Getreide, Öl aus eigenem Raps sowie Bier aus eigener Gerste anbieten zu können steht im Raum. Eines ist sicher: die beiden haben noch so einiges vor – wir freuen uns darauf!